Wa(h)re Lust

Wa(h)re Lust: Frauen und Männer reden schonungslos über ihr Leben in und mit der Prostitution. Aktualisierte Neuauflage!

In Wa(h)re Lust reden Frauen und Männer offen und schonungslos über ihr Leben in und mit der Prostitution. Die spannende Interviewsammlung beleuchtet das Geschäft mit dem Sex aus den verschiedensten Blickwinkeln und gewährt einen umfassenden und authentischen Blick hinter die Kulissen der Ware Lust.

»Ein authentischer und aktueller Blick hinter die Kulissen: zu nutzen von soziologisch Interessierten wie Voyeuren gleichermaßen.« EKZ-Informationsdienst

»Marcel Feige haben sich Türen geöffnet, die den meisten von uns Autoren leider verschlossen bleiben: Eine erschreckende, interessante und teilweise auch faszinierende Welt, die es verdient, dass man realistisch und weder verurteilend noch idealisierend über sie schreibt.« Bundesverband Junge Autoren

 
 

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Das Buch

»Der Sex ist ein rein geschäftlicher Akt«, sagt Saskia Sommer. Die 30-Jährige weiß, wovon sie spricht, denn sie ist eine von 400.000 Prostituierten in Deutschland. Sie erwirtschaften jährlich 6 Milliarden Euro, so viel wie so mancher Großkonzern. Wie ein Unternehmen sind viele Bordelle strukturiert. Der moderne Zuhälter ist ein »Anlageberater«. Tatsächlich ist in Australien mit dem »Daily Planet« der erste Puff an der Börse notiert.

Das Rotlichtmilieu hat seit 2002, seit dem Prostitutionsgesetz, einen Wandel erlebt: Prostitution ist ein legales Rechtsgeschäft. Die Berliner Hurenrechtlerin Stephanie Klee erklärt: »Ich bin stolz, eine Hure zu sein.« Der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e.V. versteht sich als Berufsverband für Sex-ArbeiterInnen. Auch die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hilft Callgirls und -boys auf die Sprünge.Doch wie sieht die Realität aus? Machen sich Sexworker Gedanken über Arbeitsvertrag, Krankenversicherung und Aktienpaket? Bleibt zwischen rationalem Sex und absonderlichen Freierwünschen Platz für Emotionen und Stolz?

Der Inhalt

In »Wa(h)re Lust« reden Frauen und Männer offen und schonungslos über ihr Leben in und/oder mit der Prostitution. Clubhuren, Strichmädchen, Callgirls und Callboys schildern die Beweggründe, die sie in die Sexbranche führten. Sexualbegleiterinnen, Telefonhostessen und Stripper berichten ihre Erfahrungen und Erlebnisse in dem ältesten Gewerbe der Welt. Bordellbetreiber, Nachtbarbesitzer, FKK-Clubbetreiber und Wirtschafterinnen erzählen aus dem Alltag im Rotlichtmilieu. Dominas und Sklavias geben Auskunft über die bizarren Wünsche ihrer Kunden. Auch Sozialarbeiter und Streetworker der Hurenverbände und sozialen Einrichtungen kommen ausführlich zu Wort.

Gesprächspartner sind unter anderem der ehemalige Zuhälter Siegfried L., der »Anlageberater« Richard K., die Prostituierten Silke A., Petra K. und Saskia Sommer, die Stripperin Wendy S., die Hurenrechtlerin Stephanie Klee, der Extasemasseur Marc von Festenberg, die Sexualbegleiterin Irene K., die Freier Peter, Andreas und Christoph, der FKK-Clubbetreiber Paul, die Domina Lady Silvana, die Sklavin Kirsten, der Stricher Oliver, der Streetworker Wolfgang Werner, die Sozialarbeiterin Uta Ludwig.

Der Autor

Marcel Feige, 1971, lebt als Schriftsteller in Berlin. Bücher von ihm sind unter anderem Deep in Techno (2000), die Biographie Tattoo-Theo. Der Tätowierte vom Kiez (2001), Ein Tattoo ist für immer (2002), Sido. Ich will mein Lied zurück (2006). Für das Buch Nina Hagen. That’s Why The Lady Is A Punk erhielt er im November 2003 die »Corine – Internationaler Buchpreis«.Wa(h)re Lust ist das dritte Milieu-Buch von Marcel Feige nach Das Lexikon der Prostitution (2003) und Lude! Ein Rotlicht-Leben (2006). www.marcel-feige.de

Die Daten

  • WA(H)RE LUST
  • Zuhälter, Prostituierte und Freier erzählen
  • Von Marcel Feige
  • Aktualisierte Neuauflage
  • ca. 320 Seiten, Taschenbuch
  • Erscheint ca. 1. September 2007
  • Preis: 9,90 EUR (D) / 17,90 CHF
  • ISBN 978-3-89602-776-4

Das Zitat

  • »Bereits seit meiner Kindheit fand ich die Vorstellung von einer Hure äußerst interessant, also nicht moralisch verwerflich. Ich habe Prostituierte als starke Frauen bewundert, die das bekommen, was sie wollen.« Kirsten, Prostituierte
  • »Für mich war der Einstieg in die Prostitution Neugier und das Bewusstsein, dass die Welt, die man mir präsentierte, einfach nicht die richtige für mich war. Das wollte ich nicht glauben. Ich lebte gewissermaßen in einem Traum. Und irgendwann fragte ich mich: Wann will ich diesen Traum tatsächlich leben?« Lady Vera, Domina
  • »Ich finde das Rotlichtmilieu interessant, ich mag es. Es hat den Reiz des Verbotenen. Der besondere Reiz liegt an der Kleidung, die die Frauen tragen, der Umgebung, in der sie arbeiten; das rote Licht hebt die Stimmung und beschleunigt den Herzschlag.« Ben, Freier

Die Presse

»In ›Wa(h)re Lust‹ von Marcel Feige reden Frauen und Männer offen und schonungslos über ihr Leben in und/oder mit der Prostitution.« BZ